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Artikel

Eine zweite Große Transformation und die Linke

 

Von Dieter Klein, Februar 2010 (Deutsch, Englisch)

 

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Finanz- und Wirtschaftskrise, Nahrungsmittelknappheit, Klimawandel – sind dies die Zeichen einer existentiellen Krise des kapitalistischen Systems? Könnten sie zu einem Systemwandel, zu einer Zeitenwende wie im Jahr 1989 führen? Politökonom Dieter Klein hält dies für durchaus realistisch. Wie der Systemwandel aussehen soll und wie er möglich gemacht werden kann, beschreibt Klein in seinem Paper „Die zweite große Transformation und die Linke“.

 

Aus dem Text:

 

Mein Ausgangspunkt ist die Frage nach dem historischen Ort der gegenwärtigen mehrdimensionalen Krise. Die Schwierigkeit einer Antwort darauf besteht darin, dass die Bedeutung einer geschichtlichen Situation für jene, die mitten in ihr leben, in der Regel schwer zu erfassen ist. Umso größer die Verantwortung der Intellektuellen, sich einer solchen Frage zu stellen.

 

Meine These ist: Die jüngste Gesellschaftskrise, die mit dem Abklingen der Finanzkrise und der Überwindung der Weltwirtschaftskrise keineswegs beendet sein wird, könnte als Beginn eines fundamentalen Einschnitts in die globale Entwicklung verstanden werden. Auf die historische Agenda gerät nach der Großen Transformation, die Karl Polanyi in seinem Werk „The Great Transformation“ analysierte, nicht weniger als eine zweite Große Transformation, die alle Sphären des gesellschaftlichen Lebens auf der Erde umwälzen wird.